Was ist Pagespeed Optimierung?

Die Pagespeed Optimierung ist eine Maßnahme, mit der Sie die Ladezeit Ihrer Website verkürzen können. RundGrechte liefert Ihnen das nötige Know-how, damit Sie die beste Performance aus Ihrer Website herausholen können. Dabei bedarf es nur ein bisschen Handarbeit und das ein oder andere Tool, um Ihren Website Speed zu verbessern.

Pagespeed optimieren mit RundGrechte

Wie Sie Ihren Pagespeed optimieren und welche Methoden Sie dabei anwenden können, erkläre ich Ihnen auf RundGrechte.net Schritt für Schritt in meiner Anleitung.

Warum ist Pagespeed Optimierung wichtig?

Warum die Speed Performance Ihrer Website wichtig ist, möchte ich Ihnen hier auf RundGrechte.net mit einer einfachen (nicht ganz ernst gemeinten) Frage verdeutlichen: „Warten Sie gern?“. Selbst wenn Sie jetzt mit einem entschiedenen „Ja“ antworten würden, die Mehrzahl Ihrer Nutzer wird die Antwort auf diese Frage verneinen. Stellen Sie Ihren Nutzern also nur eine langsame Website zur Verfügung, verlieren sie irgendwann die Geduld und verlassen Ihre Seite wieder. Gerade mit Zunahme der mobilen Nutzung über das Smartphone ist ein guter Page Speed enorm wichtig.

Aber nicht nur um Nutzer auf Ihrer Website zu halten, ist eine schnelle Ladezeit hilfreich. Auch für die Suchmaschine Google ist der Website Speed von großer Bedeutung. Das bedeutet, dass schnelle Seiten eher in den vorderen Ergebnissen angezeigt werden als langsame. Und wer möchte bei relevanten Suchanfragen dort nicht gern stehen?

Sie merken also Pagespeed Optimierung ist auch immer für das Thema SEO von Bedeutung. SEO ist die Kurzform des englischen Begriffs „Search Engine Optimization“ und heißt zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Unter diesem Begriff versteht man alle Anpassungen, die Sie auf Ihrer Website vornehmen, um bei relevanten Begriffen möglichst unter den ersten drei Positionen auf der Suchergebnisseite (SERP) zu stehen.

Ihre Ladezeit ist ein wichtiger Faktor, um Ihr Google Ranking zu verbessern.

Welche Auswirkungen eine bessere Position bei Google durch einen optimierten Pagespeed auf Ihre Website haben kann, sollen die folgenden Punkte verdeutlichen:

Nicht nur für kleine Webseiten sind diese vier Punkte wichtig, um ihre Performance zu steigern. Auch der E-Commerce-Gigant Amazon hat vor einigen Jahren in einer Studie herausgefunden, dass sie pro „Sekunde Ladezeit auf das Jahr gerechnet 1,6 Milliarden Dollar“ sparen können (vgl. MEIER, 2016). Nicht gerade wenig, oder?

Wie messe ich meinen Pagespeed?

Um den Pagespeed Ihrer Seite zu messen, gibt es viele hilfreiche Tools und Features in Programmen. Zwei davon möchte ich Ihnen hier auf RundGrechte.net besonders ans Herz legen: Google PageSpeed Insights und WebPageTest. 

Google PageSpeed Insights

Das wichtigste Tool, um Ihren Pagespeed zu messen, kommt aus dem Hause Google selbst. Warum dem Unternehmen Google der Site Speed einer Seite so wichtig ist, beschreibt Gregor Meier in seinem Buch „Pagespeed Optimierung – Schritt für Schritt zur schnelleren Website“ mit folgenden Worten sehr treffend:

„Weltweit betreibt Google Tausende Server, die den ganzen Tag eine Webseite nach der anderen crawlen, analysieren und bewerten. Schnelle Webseiten brauchen weniger Zeit zum Crawlen. Je schneller eine Webseite lädt, desto mehr Seiten kann ein Server pro Tag abarbeiten. Dadurch spart Google Strom und Geld für neue Server. Darum bevorzugt Google schnelle Seiten schon aus Eigeninteresse.“

Schon aus diesem Grund kann ein Blick in Google PageSpeed Insights nicht verkehrt sein. Rufen Sie daher das kostenlose Tool einfach über den folgenden Link auf und geben Sie in den vorgegebenen Suchschlitz die URL Ihrer Website ein: Hier entlang!

Sollte Ihnen nun angezeigt werden, dass Sie 100 von 100 Punkten erreicht haben: Glückwunsch, sie brauchen den RundGrechte-Blog eigentlich gar nicht mehr lesen!

Dass die volle Punktzahl aber nur sehr selten erreicht wird, zeigt das folgende Beispiel:

RundGrechte.net | PageSpeed Insights
Pagespeed Insights: Selbst bei Amazon ist die Ladezeit nicht optimal (Foto: RundGrechte.net)

Obwohl ich gerade davon erzählt habe, wie viel Geld im Jahr Amazon mit einer Sekunde Ladezeit sparen kann, erreicht die Website des Onlineshops auch „nur“ eine Punktzahl von 70 für mobile Geräte und 77 für Desktop-Computer. Vielleicht nimmt Amazon diesen Verlust auch in Kauf, weil die Pagespeed Optimierung für solch eine riesige Seite zu umfangreich wäre – oder aus ganz anderen Gründen. Sicher ist aber, dass dem Onlinehändler dieser Wert bewusst ist.

Nach welchen Kriterien bewertet Google PageSpeed Insights die Ladezeit einer Seite?

Für Google PageSpeed Insights sind die folgenden neun Kriterien relevant für eine gute Ladezeit:

Schneiden Sie bei allen Kriterien gut ab, bekommen Sie die maximale Bewertung von 100 Punkten. Kommt es allerdings an manchen Stellen zu einer Verzögerung, werden Ihnen Punkte abgezogen – je größer die Verzögerung, desto höher der Abzug.

Zu jedem gefundenen Fehler gibt Google eine Empfehlung, wie dieser behoben werden kann. Jedoch sind diese Fehlermeldungen leider oft nicht ganz eindeutig. Daher gibt es meine RundGrechte Anleitung, um Sie in das Thema PageSpeed Optimierung etwas einfacher heranzuführen.


Welche Punktzahl ist gut bei Google PageSpeed Insights?

Wie Sie sicherlich bemerkt haben, ist es sehr schwierig eine maximale 100/100-Bewertung zu erhalten. Das Tool PageSpeed Insights selbst gibt bei einer Punktzahl von 85 schon ein grünes Zeichen. Ab diesem Wert sind Sie also wesentlich schneller als andere Websites. Dennoch sollten Sie immer die maximale Punktzahl anstreben – sofern sich dieser Arbeitsaufwand auch für Sie oder Ihr Unternehmen lohnt. Ihre Nutzer sowie die Suchmaschine Google werden sicherlich nichts dagegen haben.

WebPageTest

Der Nachteil von Google PageSpeed Insights ist, dass es Ihren PageSpeed nur anhand der neun genannten Kriterien misst. Möchten Sie hingegen Ihren Site Speed etwas detaillierter betrachten, sollten Sie das ebenfalls kostenlose Tool WebPageTest ausprobieren.

Dieses Tool zeigt Ihnen jede einzelne Datei an, die vom Server geladen werden muss, und präsentiert Ihnen unter dem Reiter „Details“ in zwei Ansichten, wie viel Ladezeit die jeweiligen Dateien beanspruchen. Diese zwei Ansichten nennen sich Waterfall View und Connection View.

Waterfall View

In der Waterfall View sehen Sie anhand der Länge des Balkens, wie lang es dauert die jeweilige Datei zu laden. Diese Balken bestehen oft aus mehreren Farben. Was die jeweilige Farbe bedeutet, sehen Sie oben in der Legende.

RundGrechte | Waterfall View von WebPageTest
Die Waterfall View von WebPageTest (Foto: RundGrechte.net)

Connection View

In der Connection View sehen Sie, wie viele Verbindungen beim Laden Ihrer Seite benötigt werden. Das bedeutet, dass ein Browser mehrere Verbindungen nutzen kann, um entsprechend auch mehrere Dateien gleichzeitig zu laden – aber eben auch nicht unbegrenzt viele.

RundGrechte | Connection View von WebPageTest

WebPageTest: In der Connection View sehen Sie, wie viele Verbindungen verwendet werden. (Foto: RundGrechte.net)

Welche Ladezeit ist gut?

Widmen wir uns nun wieder Ihren Nutzern – dem eigentlichen Grund für den Sie Ihre Website betreiben sollten. Eine Website wie RundGrechte.net sollte durch gute Usability Ihren Nutzern eine positive User Experience ermöglichen. Befassen Sie sich mit diesem Thema etwas ausführlicher, werden Sie einen Namen bestimmt häufiger lesen: Jakob Nielsen. Der Däne und Mitgründer der Nielsen Norman Group wird oft als so etwas wie der König oder Guru der Usability betitelt.

„Speed matters“

Nielsen konnte bereits viele Erkenntnisse über das Nutzerverhalten auf Webseiten gewinnen. Selbstverständlich auch darüber, welchen Einfluss der Pagespeed auf den Nutzer hat. Diesen beschreibt er wie folgt:

Auch wenn der Nutzer bei einer etwas längeren Ladegeschwindigkeit noch Nachsicht hat. Geben Sie ihm lieber das Gefühl, dass noch alles unter Kontrolle ist. Streben Sie daher eine Ladezeit unter einer Sekunde an.

Das Fazit von RundGrechte

Pagespeed Optimierung ist eine wichtige Anpassung zugunsten Ihrer Nutzer, damit Sie deren Geduldsspanne nicht überfordern – gerade in Zeiten der mobilen Internetnutzung. Aber auch für eine Suchmaschine wie Google ist ein guter Website Speed ein nicht zu unterschätzender Rankingfaktor. Stichwort: Suchmaschinenoptimierung.

Mittels verschiedener Tools ist es mittlerweile sehr einfach den Page Speed einer Seite regelmäßig zu messen. Dabei bekommen Sie außerdem schnell einen Überblick darüber, an welchen Schrauben Sie noch drehen müssen, um die Ladezeit Ihrer Website zu verbessern.